Wiesenweihenschutz GbR

Die Wiesenweihenschutz GbR wurde 2013 gegründet. Das Projektgebiet umfasst 6258 ha in 6 Gemeinden. Beteiligt sind an dem Konzept 16 Gesellschaften mit zusammen 412 MW Anschlussleistung. Die GbR hat 3 Geschäftsführer, davon stellt der BWP Bo III einen. Diese sind für die Flächensicherung, die Umsetzung der Maßnahmen sowie für die Abrechnung verantwortlich.

 

Ziel des Konzeptes ist ein nachhaltiger Schutz der Wiesenweihe und weiterer Großvogelarten im Projektgebiet, beispielsweise der Kornweihe. Die Vögel sind zu schützen, weil hier gleichzeitig eine große Anzahl von Windenergieanlagen (WEA) stehen und auch zukünftig Abbau und Neuerrichtungen von Windenergieanlagen geplant bzw. zu erwarten sind.

 


Das Handlungskonzept beinhaltet eine räumliche Planung innerhalb des Projektgebietes hinsichtlich des Managements landwirtschaftlich genutzter Flächen.

Das Gebiet ist in sechs Teilgebiete aufgeteilt. In jedem Teilgebiet werden Flächen ausgewiesen, die sich als Brutgebiet eignen. Hier muss z.B. Wintergerste oder eine geeignete Weizensorte (Varandole) angebaut werden.

 

Die Vorgaben der unteren Naturschutzbehörde (UNB) werden jährlich durch Verträge mit den infrage kommenden Landwirten gesichert und umgesetzt. Zu den Flächen, die als Bruthabitat zur Verfügung gestellt werden müssen, gibt es auch Flächen die als Nahrungshabitat dienen. Diese Flächen sind auch in den Teilgebieten aufgeteilt und müssen so bewirtschaftet werden, dass sie für die Wiesenweihe als Nahrungsgebiet attraktiv sind.
Für diese Maßnahmen werden die Landwirte mit einer Pauschale pro Hektar entschädigt. Die Einhaltung der Maßnahmen wird von der Geschäftsführung der GbR und der UNB bzw. dem beauftragten Fachbüro BioConsult SH überwacht.

 

Jedes Jahr wird ein Bericht von der Firma BioConsult SH über den Erfolg und die Umsetzung der Maßnahmen verfasst. In dem Bericht sind neben den Flächen auch die Brutvorkommen und die Flugbewegungen aufgezeichnet.

 

Mit dem Zubau von WEA werden weitere Maßnahmen erforderlich wie z.B. Ackerrandstreifen und zusätzliche Grünflächen in verschiedenen Teilgebieten. Das ganze Konzept unterliegt auch einem Lernprozess. Es ist nicht in allen Einzelheiten starr, sondern kann auf neue Erkenntnisse reagieren. So können Maßnahmen angepasst, verändert oder verbessert werden.