Blow Befeuerungs gbr

Im Rahmen der Projektierung des Windparks wurde der Entschluss gefasst, erstmalig in der Gemeinde Bordelum Windenergieanlagen (WEA) mit einer Höhe von >100 m zu errichten. Damit verbunden ist eine Anlagen- bzw. Hinderniskennzeichnung, welches im allgemeinen mit dem nächtlichen roten Blinken (Befeuerung) assoziiert wird.

 

Mit dieser Entscheidung ergab sich eine Diskussion in der Gemeinde, ob diese Befeuerung nicht eine zu hohe visuelle Belastung darstellen könnte. Es wurde z.B. auf das Bundesland Brandenburg verwiesen, wo zu dem Zeitpunkt schon viele WEA >100 m errichtet waren. Keiner konnte jedoch wirklich sicher sagen, wie es werden wird, wenn die WEA stehen, da die eigenen Erfahrungen hierzu fehlten. Letztendlich wurde im November 2012 mit der Gemeinde Bordelum über den städtebaulichen Vertrag vereinbart, dass man sich verpflichtet eine bedarfsgerechte Kennzeichnung zu installieren, sobald das erste genehmigte System auf dem Markt ist. Denn zu diesem Zeitpunkt gab es hierzu die ersten Entwicklungen.

 

Im September 2014 wurde das erste System der bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung (BNK) seitens der Deutschen Flugsicherung anerkannt, entwickelt von der Fa. Enertrag Systemtechnik GmbH. Der Probebetrieb des entwickelten Systems „airspex“ bis hin zur Zulassung wurde in der Gemeinde Langenhorn im Nachbarwindpark durchgeführt. Die Tagkennzeichnung darf nicht bedarfsgerecht geschaltet werden, so dass weiterhin die weiße Befeuerung ständig zu sehen bleibt.

 

Aufgrund des räumlichen Zusammenhanges des Teilgebietes Bordelum Nord und den Nachbarwindparks von Langenhorn und Ockholm, entschloss sich der BWP Bo III für eine gemeinsame Projektierung der BNK. Damit sollten Synergien genutzt werden, u.a. bei den Erfahrungen mit dem System „airspex“ sowie bei den Anschaffungs- und Wartungskosten.

 

Am 01.06.2015 wurde dann die gemeinsame Gesellschaft gegründet mit dem Namen „BLOW Befeuerungs GbR“. Sie hat ihren Sitz in Langenhorn, An der B5 Nr. 10a.

 

Der Name BLOW leitet sich ab von B = Bordelum, L = Langenhorn, O = Ockholm und W = Windpark.

 

Die Installationsarbeiten des Systems „airspex“ konnten in 2016 durch geführt werden. Parallel dazu wurden die notwendigen Anträge für die Änderungen der Baugenehmigungen von den WEA bzgl. der Befeuerung gestellt. Nach langem Warten auf die Erteilung der Änderungsgenehmigungen konnte, gemeinsam mit Robert Habeck, die offizielle Inbetriebnahme der Technik am 06.03.2017 vollzogen werden.

 

Insgesamt werden zukünftig 28 WEA bedarfsgerecht angesteuert. Hiervon sind es 12 WEA des BWP Bo III. Wie der Übersicht 1 entnommen werden kann, konnten auch die in 2017 errichteten WEA schon in der Ausrichtung der Sensoren mit berücksichtigt werden. Der Wirkungs- und Arbeitsbereich der 5 installierten Sensoren kann der Übersicht 2 entnommen werden.

Übersicht 1 - angesteuerte Windenergieanlage                                                                         (Quelle: „ENERTRAG Systemtechnik GmbH, Dauerthal“)
Übersicht 1 - angesteuerte Windenergieanlage (Quelle: „ENERTRAG Systemtechnik GmbH, Dauerthal“)
Übersicht 2 - Wirkungsbereich der fünf Sensoren (Quelle: „ENERTRAG Systemtechnik GmbH, Dauerthal“)
Übersicht 2 - Wirkungsbereich der fünf Sensoren (Quelle: „ENERTRAG Systemtechnik GmbH, Dauerthal“)

Ein kurzes Video zu dem System „airspex“ kann auf Youtube über den folgenden Link angeschaut werden:

https://www.youtube.com/watch?v=Unbnt_bSck4

 

Weitere Informationen zu dem System bzw. zum Hersteller können über nachstehenden Link eingesehen werden.
https://www.enertrag.com/index.php?id=90_komponenten-und-technik